Wer die Karte zum ersten Mal aufschlägt, fragt meist nach einer Empfehlung, bevor er einen einzigen Namen gelesen hat. Die ehrlichere Frage ist, welche Pizza heute Abend zu Ihnen passt — und das hängt davon ab, ob Sie mit einem Kind gekommen sind, direkt vom Strand oder zum letzten Abendessen vor dem Morgenflug. Hier sind alle elf, nach Gruppen. Die Preise lassen wir bewusst weg; sie stehen auf der Speisekarte und sind dort immer aktuell.
Drei Klassiker und eine für Käseliebhaber

Die Margherita ist das Schlichteste auf der Karte und die Einzige, die sich nirgends verstecken kann: Mozzarella, Tomatensauce, Basilikum. Deshalb ist sie für uns der Maßstab — an ihr sieht man den Teig. Außerdem ist sie die Pizza, die bei Kindern ankommt und die im Sommer nicht schwer liegt.

Die Capricciosa bestellt man, wenn man lieber nicht nachdenken möchte: Tomatensauce, Käse, Schinken und Champignons. Sie ist so gewöhnlich, dass sie selten erwähnt wird — und selten halb gegessen zurückkommt.

Die Vegetariana verzichtet auf Fleisch und gleich auch auf die übliche Grundlage: statt Tomatensauce Pesto verde, dazu Mozzarella und Saisongemüse. Das Gemüse wechselt mit der Saison, dieselbe Pizza ist im Juni also ein anderer Teller als im Oktober.

Die Quattro Formaggi ist für alle, die Käse wörtlich lieben: Mozzarella, Kajmak, Parmesan und Grana Padano, sonst nichts. Weder sie noch die Vegetariana hat Tomate — damit sind die beiden die Wahl für Gäste, die keine essen.
Wenn es kräftiger sein darf

Auf der Prosciutto e Rucola kommen Parmaschinken, getrocknete Tomaten und Rucola über Tomatensauce und Käse. Eine Pizza, die man langsam isst und die gut zu einem Glas Rotwein passt.

Die Bolognese nennen wir am häufigsten, wenn ein Gast fragt, was er nehmen soll: Tomatensauce, Käse, Hackfleisch, Stracciatella di bufala und Basilikum. Sie hat in dieser Rubrik einen eigenen Text, denn der Grund ist nicht das Fleisch, sondern die Stracciatella.

Die BBQ Chicken tauscht die Tomatensauce gegen BBQ-Sauce: Hähnchen, Mozzarella, Gouda, rote Zwiebel, Chili und Oregano. Süß und rauchig im selben Bissen; wer mit einem Teenager reist, weiß, welche gewählt wird.

Die Spicy ist die schärfste auf der Karte: Kulen, Peperoni, Zwiebel und Mais auf Tomate und Käse. Die Schärfe kommt aus Kulen und Peperoni zusammen — sie ist eher lang als scharf.
Drei, an die man sich am längsten erinnert

Die Fungi e Tartufo ist die üppigste der elf: keine Tomate, eine Grundlage aus Mascarponesauce, darauf Steinpilze, Trüffel, Champignons und Stracciatella di bufala. Für sie kommt man mit Absicht — und isst langsam.

Die Pizza mit Garnelen kommt mit Tomatensauce, Mozzarella, Basilikum und Knoblauch-Olivenöl — am nächsten an dem, was man von einer Pizza in einer Stadt am Meer erwartet.

Die griechische isst sich wie ein Salat auf Teig: Paprika, Zwiebel, Kirschtomaten, Oliven und Feta. Im Sommer das Leichteste auf der Karte.
Teig, Stein und Garten
Unter allen elf liegt derselbe Teig — der langsam fermentiert und auf Stein gebacken wird. Deshalb geht der Rand auf und bleibt innen offen, während die Mitte dünn genug ist, dass die Pizza auf dem Teller nicht einknickt. Und man merkt es hinterher: sie liegt nicht schwer.
Gegessen wird im Garten vor den Palmen, im Erdgeschoss eines Steinhauses von 1881, dreihundert Meter vom Diokletianpalast. Die Küche arbeitet bis Mitternacht, Pizza ist bei uns also nicht nur Mittagessen — es kommen auch Gäste von der späten Fähre.
Alles auf dieser Liste gibt es auch zum Mitnehmen. Es wird auf Bestellung zubereitet und bei uns abgeholt, eine Lieferung gibt es nicht; rufen Sie an oder schreiben Sie auf WhatsApp, wann Sie kommen.
Und wenn Sie sich trotzdem nicht entscheiden können — fragen Sie das Personal. Die Antwort wird wahrscheinlich Bolognese lauten.


